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Château Cantemerle zählt zu den ältesten Gütern des Haut-Médoc und wurde urkundlich bereits 1147 erstmals erwähnt. Im ersten Anlauf der Bordeaux-Klassifikation von 1855 anlässlich der Weltausstellung blieb das Weingut zunächst unberücksichtigt. Dank der unermüdlichen Arbeit von Caroline de Villeneuve-Durfort, deren Familie das Gut von 1579 bis Ende des 19. Jahrhunderts besass, erfolgte noch im selben Herbst die nachträgliche Ernennung zum Cinquième Cru Classé. Bis heute haben neben Cantemerle lediglich Château Mouton Rothschild Änderungen an der Klassifikation erreicht.
1981 übernahm die französische Versicherungsgruppe SMABTP das wirtschaftlich angeschlagene Gut. Zu diesem Zeitpunkt waren lediglich noch etwa 20 Hektar im Ertrag. Durch umfangreiche Neuanpflanzungen wurde die Rebfläche wieder auf über 90 Hektar erweitert. Nachhaltige Investitionen in Weinberge und Kellertechnik legten die Grundlage für den heutigen Qualitätsstandard.